Donnerstag, 22. Mai 2014

Biber muss unter strengem Schutz bleiben!

Der Biber kehrt gerade wieder nach Mitteleuropa zurück.
Kürzlich war den Medien zu entnehmen, dass der Biber im Machland für Fehler beim Bau des Machlanddammes herhalten soll. Es wird befürchtet, dass Biber den Damm beschädigen und bei einem Hochwasser sich ein Dammbruch ereignen könnte. Der Machlanddamm ist wenige Jahre alt und bereits vor dem Bau wurde besonders darauf hingewiesen, dass der Damm Bibersicher errichtet werden muss. Leider wurden diese Empfehlungen in den Wind geschlagen. Jetzt will man den Biber zum Südenbock für eigene Fehler machen. Das ist allzu billig. Maßnahmen zur Abwehr von unmittelbaren Gefahren stehen selbstverständlich auch von unserer Seite außer Diskussion. Es kann aber nicht sein, dass Biber jetzt unter verschiedenen Vorwänden ein zweites mal dezimiert, bekämpft und ausgerottet werden. Der Biber ist momentan dabei seine angestammten Lebensräume in OÖ und Mitteleuropa wieder zu besiedeln. Er ist weit davon entfernt, sein gesamtes ehemaliges Verbreitungsgebiet wieder in Besitz genommen zu haben. Daher braucht der Biber weiterhin strengen Schutz. Und es ist an der Zeit die positiven Effekte des Bibers und seiner aktiven Lebensraumgestaltung in den Vordergrund zu rücken. Biber sind in der Lage völlig kostenlos unsere Gewässer zu renaturieren, wozu wir durch die Wasserrahmenrichtlinie sogar verpflichtet sind. Der Baumeister Biber kann Gewässerrenaturierung auch weit besser, als wir Menschen mit dem Bagger, wie mehrerer Studien belegen. Daher ist es an der Zeit für die Machlanddammgesellschaft und viele andere Gewässeranrainer, -nutzer und Behörden, bessere Lösungen für ein gutes Zusammenleben von Mensch und Biber zu suchen, als immer nur den alten Ruf nach "Management und Entnahme" zu rufen oder diesem nachzugeben. Dies hieße ja nichts anders, als Biber zu töten. Das ist ökologisch gänzlich widersinnig und es gibt dafür in der Gesellschaft keine Mehrheit!