Montag, 12. Mai 2014

Vor allem mehr wilde Wälder wünschen sich
viele Menschen!
Studie: Fast jeder Zweite wünscht sich mehr Wildnis

Fast jeder Zweite wünscht sich mehr Wildnis. Das zeigt die Studie zum "Naturbewusstsein 2013" vom Bundesamt für Naturschutz (BfN), die im April 2014 in Bonn vorgestellt wurde. Demnach würden es 42 Prozent der Befragten begrüßen, wenn es in Deutschland mehr Naturflächen gäbe, die sich selbst überlassen werden.

Der Studie zufolge verbinden 55 Prozent der Deutschen den Begriff "Wildnis" vor allem mit exotischen Tieren wie Tiger, Löwe, Elefant und Krokodil. 44 Prozent denken bei Wildnis an Wälder, Regenwald und Dschungel. Für jeden dritten Deutschen bedeutet Wildnis "unberührte Natur". 64 Prozent der Deutschen sind überzeugt, dass es Wildnis nicht nur in fernen Ländern, sondern auch in Deutschland gibt. Die Rückkehr heimischer Wildtiere wird daher auch grundsätzlich begrüßt. Besonders beliebt sind Biber (67 Prozent), Luchs (64 Prozent) und Wildkatze (63 Prozent). Weniger begeistert sind die Bundesbürger vom Waschbär (48 Prozent). Die geringste Sympathie bringen sie dem Wolf entgegen. Nur 44 Prozent der Befragten finden es gut, wenn sich dieses Raubtier in Deutschland weiter ausbreitet. 

BfN-Präsidentin Beate Jessel wertet die Studie insgesamt als Beleg für den hohen Rückhalt in der Bevölkerung für Naturschutzgebiete und Nationalparks. "Wildnis ist ein sehr emotionaler Begriff", sagte Jessel der "Welt". "Was als Wildnis wahrgenommen wird, hängt sehr stark vom kulturellen Hintergrund eines Menschen ab." Die Bundesregierung hat im Rahmen ihrer Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt bereits festgelegt, dass sich bis 2020 auf mindestens zwei Prozent der Landesfläche Deutschlands Wildnis entwickeln soll.

Das Studienergebnis ist auch für OÖ ein Ansporn, mehr Wildnis zu fördern und zu schützen!