Donnerstag, 10. Juli 2014

Zukunft für den letzten Rest der Welser Heide!

Großer Brachvogel am 12. Juni 2014 am Flugplatz Wels, OÖ
Naturschutzverbände zum Flugplatz Welser Heide:

+ Freuen sich über den neuen Beschluss der Landesregierung für ein EU-Vogelschutzgebiet

+ Fordern von der Bundesregierung die Einbringung der Bundesflächen ohne faule Kompromisse

Die Naturschutzverbände freuen sich über den neuen Beschluss der Oö. Landesregierung, wonach der Flugplatz Welser Heide der EU-Kommission als EU-Vogelschutzgebiet gemeldet wird. Damit erfüllt die Landespolitik eine langjährige Forderung dieser Organisationen, zuletzt unterstützt von Brüssel.

Um das Hauptziel dieses neuen Europaschutzgebietes, den langfristigen Schutz der Brutlebensräume des Großen Brachvogels und die Erhaltung des letzten Stücks Welser Heide, zu erreichen, ist nun notwendig, dass die Republik Österreich ihre Flächen vollständig einbringt. Jetzt sind Minister Mitterlehner und die Bundesregierung am Zug, um die Flächen der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) ohne Wenn und Aber einzubringen und so endlich ihren internationalen Verpflichtungen zum Schutz der biologischen Artenvielfalt in Österreich nachzukommen. Die NGOs fordern angesichts der neuen Sachlage von Mitterlehner den Auftrag an die BIG endlich zu korrigieren und so den Antrag auf Teilumwidmung dieses Geländes in ein Betriebsbaugebiet zurück zu nehmen.

Die Oö. Landesregierung hat am 30.6.2014 beschlossen, den Flugplatz Welser Heide und das angrenzende Panzerübungsgelände der EU-Kommission als EU-Vogelschutzgebiet zu melden. Die NGOs gehen davon aus, dass die Landespolitik damit auch endgültig dem Vorhaben der Stadt Wels widerspricht, einen Teil des Geländes in ein Betriebsbaugebiet umwidmen zu wollen. Ein neues Betriebsbaugebiet in einem international anerkannten, relativ kleinen Vogelschutzgebiet zu errichten, widerspräche jedenfalls den Bestimmungen der EU-Vogelschutzrichtlinie. Aus Sicht von BirdLife Österreich stellt die jetzt vorgesehene Gebietsabgrenzung ein gerade noch akzeptables Mindestausmaß dar. BirdLife hat der EU diebezüglich ein deutlich größeres Areal vorgeschlagen.